Atlantischer Seeteufel

Lophius piscatorius

Steckbrief

Länge:

1.5 - 2.0 Meter

Gewicht:

20 - 50 Kilogramm

Ernährung:

Fische, Krebstiere, Seevögel

IUCN:

Kein Status

BESCHREIBUNG:

Dieser Fisch besitzt wie alle Anglerfischartige (Villwock, 1970 und 1980) einen umgebildeten vereinzelten und beweglichen Rückenflossenstrahl, der an der Spitze einen an einen Angelköder, das Illicium, erinnert. Eine Besonderheit sind die Brustflossen, die die Fische zum Kriechen und Schreiten am Boden befähigen (Armflosser!) . Zahlreiche instruktive Farbfotos finden bei den Google Bildern (2009).

Der Seeteufel ist ein Fisch aus der Ordnung der Armflosser oder Anglerfischartige (Lophiformes). Diese Ordnung enthält 3 Unterordungen und zwar die
1. Seeteufel
2. Fühlerfische und die
3. Tiefseeangler
Der Seeteufel soll als Beispiel einer Spezies dieser Ordnung dienen.

Von den Armflossern finden sich hervoragene Zeichnungen bei Villwock, 1970 und 1980. Die meiste Zeit, so Villwock, liegen die Seeteufel auf dem Bodengrund, oft mit der Umgebung scheinbar verschmolzen,sodass siek kaum wahrnehmbar sind. Diese abenteuerlich anmutenden Fische (das gilt für aller dieser Ordnung) sind vom Rücken bauchwärts abgeplattet, also nicht seitlich. Der aufällige Kopf ist fast so breit wie lang und die Maulöffnung erstreckt sich praktisch über die gesamte Kopfbreite.Zum Anlocken der Beute das Illicium (siehe oben!). An der Spitze der Angel erkennt man einen wurmartig gestalteten Hautanhang,der vor seinem Maul hin und her bewegt wird und der von Beutefischen für einen Wurm oder eine ähnliche Beute gehalten wird. Über das sehr interessante Jagdverhalten dieses Beutegreifers sollte der Leser unbedingt die Ausführungen Villwocks lesen oder sich kurz bei Wikipedia (2009) informieren.

DER SEETEUFEL, EIN BEGEHRTER SPEISEFISCH

Die letzgenannte Enzykopädie informiert auch über die Herkunft der verschiedenen Namen des Fisches in unterschiedlichen Ländern wie in Spanien, Frankreich (la lotte), englischsprachige Länder (monkfish = Mönchsfisch), Kroatien und Japan . Im Internet sind wenige Artikel über die Biologie des Anglerfisch publiziert , jedoch „jede Menge“ über die speisefertige Zubereitung und Mitteilungen von Rezepten. Gelegentlich finden sich auch hier Hinweise zur Biologie oder Anatomie, wie u.a. Aalfred.de (2009) beschreibt: „Was als Seeteufel ………in den Theken der Fischgeschäfte……….. landet, ist streng genommen gar kein Fisch, sondern ist nur sein Schwanzende. Ist doch sein räuberischer Kopf (siehe Foto) wahrlich kein Verkaufargument…………Der Seeteufel ist ein sogenannter Armflosser…. (es folgen nun Ausführungen über bestimmte anatomische und biologische Details).

In der Bratpfanne, nach Entfernung des Kopfes und der ledrigen Haut bleibt von der typischen Gestalt des Fisches wenig übrig, Frisch oder geräuchert gelangen diese Angler- fische als „Forellenstör“ auf den Markt. Aus den Inselorganen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gewinnt man das Insulin für den Diabetes (Zuckerkrankheit), so Villwock.


VERBREITUNGSGEBIET / LEBENSRÄUME:

VERBREITUNGSGEBIET:

Siehe Beschreibung oben!

LEBENSRAUM:

Lebensraum ist der Meersgrund.

GEFÄHRDUNG:

Der Seeteufel wird von der IUCN nicht in der Roten Liste aufgeführt.


NAHRUNG:

Alle Arten von Fischen, Krebstiere, Kopfüßler und vieles andere mehr,z. B. Seevögel (Villwock, 1970 und 1980).


FORTPFLANZUNG:

Zur Laichzeit die an europäischen Küsten im Frühsommer,im Nordatlantik zwischen Januar und Februar liegt verlassen die Weibchen ihre küstennahen Aufenthaltsorte und ziehen in tiefere Meereszonen zwischen tausend und zweitausend Metern. Der Laich wird in bis zu 30 cm breiten und 5 mm dicken sowie bis zu 4 m langen Schläuchen ausgeschieden. Dabei liegen die Eier einzeln oder zu zweit in sechsseitigen „Schleimprismen“, bienenwabenartig aneinander und ergeben das sogenannte „Laichfloß“. Danach zerreißt dieses Gebilde allmählich und die Eier treiben bis zum Schlüpfen der Jungen im Wasser. Die Larven von ca. 2 mm Länge sehen ihren Eltern überhaupt nicht ähnlich. Nach viermonatiger Larvenzeit und einem komplizierten Gestaltswechsel nehmen die juvenilen Seeteufel das Aussehen und die Lebensweise ihrer Eltern an (Villwock, 1970 und 1980).


SYSTEMATIK:

Reich

Tiere (Metazoa)

Stamm

Chordatiere (Chordata)

Unterstamm

Wirbeltiere (Vertebrata)

Klasse

Strahlenflosser (Actinopterygii)

Ordnung

Armflosser (Lophiiformes)

Unterordnung

Seeteufel (Lophioidei)

Überfamilie

-

Familie

Seeteufel i. e. S. (Lophiidae)

Unterfamilie

-

Gattung

Lophius

Art

Atlantischer Seeteufel (Lophius piscatorius)

Unterart

Erstbeschreiber

Linnaeus, 1758


LITERATUR:

               

Informationen

Autor:

Dr. med. vet. P. Schneider
www.dr-peter-schneider.de

Autoren Email:

info(at)dr-peter-schneider.de

Fotograf:

www.seeteufel.ch

Aufnahmeort:

Erlebniswelt Seeteufel

Zoo Homepage:

www.seeteufel.ch